Stabilisatoren

Stabilisatoren sind Grundmischungen, welche in Verbindung mit Gleitmitteln für die PVC-Verarbeitung auβerordentlich wirksame Stabilisierungssysteme erzeugen. Stabilisatoren verleihen dem Endprodukt:

Gute Wärmebeständigkeit
Gute Lichtbeständigkeit
Gute elektrische Eigenschaften

Sie werden vor allen in Rohrleitungen, Fittings,
Bauprofilen, Fensterrahmen, Konsolen, Bodenabdeckungen, Kabeln, usw. eingesetzt

Umweltschutz

Stabilisatoren werden ausschlieβlich in Produkten mit langer Lebensdauer eingesetzt. Somit fallen im Hausmüll nur geringe Mengen von PVC-Abfällen an.

Die zur PVC-Verarbeitung verwendeten Verbindungen sind schwer löslich. Sie sind auβerdem fest in der Grundmasse des PVC verankert und nur schwer flüchtig.

Laboruntersuchungen haben bewiesen, daß bei PVC-Teilchen im Bauschutt kaum ein Austreten von Stabilisatoren zu beobachten ist und somit keine Wasserverschmutzung durch Filtration erfolgt.

PVC-Recycling

  • PVC ist      ein zu 100% recyclebares Material. Recycling-PVC wird zur Herstellung von      Co-extrusionsrohren, Elektrorohren, Kabelabdeckungen, Dachrinnen und      Fallrohren, Verbindungsstücken und Fliesen verwendet.
  • Separat      gesammeltes Papier, Kunststoff und Pappe werden zur Herstellung von      Brennstoff aus Verpackungen oder zu deren Verwertung durch Zerkleinerung      verwendet.
  • Der      Hausmüll wird getrennt und als Brennstoff aus Abfall im Wärmekraftwerk, in      industriellen Brennanlagen oder Verbrennungsanlagen verwendet.
  • Warmwasser      zur Beheizung von Wohnungen, Schulen und lokalen Industrieeinrichtungen.
  • Prozeßdampf
  • Energie      für das nationale Energienetz
  • Kunststoffflaschen      usw. werden wiederverwertet. PVC wird identifiziert und aussortiert. Nach      der Aussortierung wird der entsprechende Gegenstand in Späne zerkleinert      und vorhandene Fremdstoffe (Deckel, Etiketten, Klebstoff,…) entfernt. Letztlich      werden die Späne zu Pulver verarbeitet, das nunmehr zur Wiederverwendung      bereit steht.

Wärmerückgewinnung

Ein Vorteil von PVC ist sein geringer Kohlenstoffgehalt. Somit wird bei der Verbrennung weniger Kohlendioxid (CO2) als bei Kohle freigesetzt.

Durch die Verwendung von PVC und den übrigen Kunststoffen entfallen Brennstoffkosten bei der Verbrennung von Siedlungsabfällen.

Die Wärmerückgewinnung aus dem Müll ist mit zwei Vorteilen verbunden, nämlich der Energierückgewinnung in Form von Dampf oder Strom und der Verringerung des Abfallvolumens.

 

Ökobilanz

PVC wird aus Salz (zu 57%) und Erdöl (43%) gewonnen. Daher ist seine Erdölabhängigkeit geringer als die der übrigen Kunststoffe.

Auf die Herstellung von Kunststoff aller Art entfällt 4% des weltweiten Erdölverbrauchs; davon werden lediglich 0,5% für die PVC-Herstellung verwendet.

 

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Da Salz als Rohstoff in ausreichendem Maβe verfügbar ist und der Erdölverbrauch bei der PVC-Herstellung relativ gering ist, leistet PVC im Vergleich zu anderen Polymeren und Materialien einen gröβeren Beitrag zu einer schonenden Nutzung der Naturressourcen.

Studien zu Umweltauswirkungen von PVC belegen, daß dieser Kunststoff im Vergleich zu herkömmlichen Materialien und zu den übrigen Kunststoffen eine positive Ökobilanz aufweist.

Auch wenn der Anteil der Kunststoffe am jährlich in Europa zusammengetragenen Hausmüll mengenmäβig groβ erscheinen mag, macht sein Gewicht lediglich 0,7% des Gesamtgewichts des jährlich anfallenden Hausmülls aus.

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Gegenstände aus PVC weisen auf der Deponie eine hohe Stabilität auf. Selbst im Fall eines Austritts eines Teils der Weichmacher aus den oberen Schichten von Weich- PVC, werden diese innerhalb von 30 Tagen zu 90% biologisch abgebaut.

Des Weiteren ist zu erwähnen, dass Weich-PVC-Platten zur Abdichtung einiger Deponieböden verwendet werden.

Die Einlagerung von PVC auf Mülldeponien kann jedoch nicht die Lösung sein. Recycling oder seine Verwendung zur Wärmerückgewinnung sind auf jeden Fall zu bevorzugen.